Warum ich?

Warum ich?

Gerne werde ich von meinen Mitmenschen gefragt, ob ich mir diese Frage häufig stelle.

Sicherlich ist dies eine durchaus legitime Frage, aber ich für meinen Teil kann nur sagen:

Nein, komischer Weise nicht, denn ich stelle mir eher diese Fragen:

Warum wollen die Beine nicht das tun, was ich will?

Warum bin ich schon wieder so schnell erschöpft?

Warum habe ich schon wieder einen Schub?

Warum wird es schlechter trotz der ganzen Bemühungen durch Sport, Ernährung, Stressvermeidung?

Warum sind die Schutzschichten der Nerven irreparabel geschädigt?

Warum hat man immer noch nicht die Ursache der Multiplen Sklerose gefunden?

Warum sind die Verläufe alle so verschieden?

Warum, warum, warum??? 

Warum ich

Das könnte ich jetzt wirklich endlos fortführen, aber die tägliche Frage “warum ich?” die stellt sich mir nicht.

Erstens bringt sie mich keinen Millimeter weiter, zweitens wünsche ich niemandem eine chronische Erkrankung.

Es ist halt so wie es ist. Ok, eine Erkältung wäre definitiv besser gewesen, aber Shit happens. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und ich habe halt diese Erkrankung aufgebrummt bekommen. 😉

Unsere Zeit ist zu kostbar, um sich mit unnützen “warum ich” Fragen zu beschäftigen.

Warum fragen mich die Menschen das?

Klar, sie haben Mitleid, sind empathisch, fühlen mit oder gehen von sich aus. Danke dafür. 🙂

Aber wie es aussieht, stellen sich täglich sehr viele Menschen diese “warum ich” Frage.

Google spuckt mir sage und schreibe 102.000.00 Ergebnisse aus. Unfassbar!

Es geht dabei nicht immer nur um Krankheit und Sichtum. Es geht um eine verlorene Liebe, eine verpaßte Chance, aber was mich wirklich zu Tränen gerührt hat, war dieses Video und ich denke, jeder der Kinder hat und ein Fünkchen empathisch ist, kann das sicherlich nachvollziehen und hoffen, dass gerade diese “WARUM ICH” Frage nie gestellt wird.

 

Warum ich das schreibe?

Weil mir sehr viele Menschen diese Frage stellen.

Aber wenn man mal genau hinschaut, dann gibt es doch noch viel, viel schlimmere “WARUM ICH” Fragen auf dieser Welt …

Oder wie seht Ihr das?

Deine Christine!

❤️

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No Comments

  • gageier 20. Juni 2016 at 11:41 Reply

    Liebe Christine sehr schönes Video zum Nachdenken warum diese Frage bringt einem nicht weiter man muß es so Akzeptieren und damit umgehen und diese Krankheit annehmen das kann einem etwas helfen und wie du es machst auch von der Seele schreiben das hilft und finde ich ganz toll danke dir es hat mir auch geholfen man ist dann nicht so allein sei ganz lieb gegrüßt Klaus

    • Deine Christine! 20. Juni 2016 at 11:56 Reply

      Ja Klaus, das stimmt. Das von der Seele schreiben und die Gedanken, die einen bewegen auf Papier zu bringen, das tut wirklich sehr gut und befreit einen.
      LG zurück, Deine Christine!

  • kunstschaffende 19. Juni 2016 at 21:08 Reply

    Oh, dieser Beirat ist so wertvoll! Und mir stellt sich die Frage, waum sind diese fruchtbaren Bilder nicht auf den Alkohol Flaschen?

    Ich folge Deinem Blog seit Heute, auch ich bin MS betroffen und teile Deine Einstellung uneingeschränkt!

    Herzliche Grüße
    Babsi

    • Deine Christine! 19. Juni 2016 at 21:11 Reply

      Liebe Babsi,
      herzliche Willkommen auf meinem Blog. Schön, wenn Dir der Beitrag gefällt und Du jetzt mitliest.
      Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute und freue mich über Kommentare, Anregungen usw.
      Einen schönen Abend wünscht,
      Deine Christine! 🙂

      • kunstschaffende 19. Juni 2016 at 21:26 Reply

        Ja danke Dir Christine, ich denke da kommt noch viel interessantes von Dir.

        Dir auch eine gute Woche!

        LG Babsi

        • Deine Christine! 19. Juni 2016 at 21:33 Reply

          Danke liebe Babsi, wir werden sehen, ich strenge mich an 😉 hab Spaß und eine gute Woche. LG

  • jeannettepaterakis 14. Juni 2016 at 8:07 Reply

    Liebe Christine ,ich bin der Meinung ,man muss immer das Beste aus jeder Situation machen,oder es wenigstens versuchen <3 Positive Gedanken können Wunder bewirken <3 Die liebsten Grüsse an Dich <3

    • Deine Christine! 14. Juni 2016 at 8:56 Reply

      Liebe Jeannette, das sehe ich auch so, auch wenn es manchmal nicht gelingt…. jeden Tag auf ein NEUES ;-).
      Herzliche Grüße und einen schönen Tag.

  • Deine Christine! 10. Juni 2016 at 18:03 Reply

    Dankeschön und ein schönes W-Ende 🙂

    • kowkla123 11. Juni 2016 at 12:10 Reply

      alles klar, ab heute regiert bei mir der Fußball

  • Konrad Euteneuer 9. Juni 2016 at 19:04 Reply

    Meiner Meinung nach ist die Frage ” Warum Ich” eine Frage nach Ausreden. Die bessere Frage ist : Was kann ich tun, und was tue ich, um meiner Situation zu verbessern, denn unsere Situation können wir nicht wegdiskutieren, nur versuchen sie erträglicher zu machen.

  • Raven 9. Juni 2016 at 14:04 Reply

    Die “Warum ich?” Frage hat sich mir nie gestellt (jedenfalls nicht in der vorwurfsvollen Form), das war von jetzt auf gleich einfach so. Natürlich war ich ziemlich down, nachdem man mir die Diagnose eröffnet hat, aber das hielt nicht lange vor. Dem Schicksal hat’s gefallen mir neue Karten auf die Hand zu geben, also schau ich mal, was für ein Spiel gespielt wird und was draus wird. Folglich stellt sich mir die Frage “Warum ich?” nicht im Sinne von “Wieso hat mich das jetzt erwischt?” sondern eher im Sinne “Neue Chancen und Herausforderungen? wieso nicht ich?” nicht jeder bekommt derartige Chancen verabreicht an Herausforderungen zu wachsen.

    • Deine Christine! 9. Juni 2016 at 14:16 Reply

      Hallo Raven!
      Das hört sich wirklich richtig gut an und schön wenn Du so gut mit der neuen Herausforderung umgehen kannst. – Das können ja viele nicht. Aber ich denke auch so, immer weiter und wenn es geht nach VORNE, wir können uns das Leben auch noch schön machen, nur ein wenig anders und wer weiß, was sich noch alles ergibt….. Vielen Dank für Deinen Kommentar,
      LG Deine Christine! 🙂

  • Anna-Lena 8. Juni 2016 at 23:17 Reply

    Diese Frage ist verständlich, aber auch sinnlos, eine Antwort gibt es einfach nicht. Jeder hat irgendwie sein Päckchen zu tregen, aber manche werden von der Schwere der Last so nieder gedrückt, während andere scheinbar an nichts zu tragen haben.

    Zumindest scheint es so. Ich glaube schon, dass es irgendwie und irgendwann so etwas wie eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt.

    Ich wünsche dir viel Kraft und weiterhin ganz viel Mut.
    Herzlich,
    Anna-Lena

    • Deine Christine! 9. Juni 2016 at 10:04 Reply

      Liebe Anna-Lena!
      Vielleicht gibt es eine ausgleichende Gerechtigkeit , bis dahin müssen wir das Beste draus machen. Mit “warum ich” Fragen und auch ohne… Ich denke auch, jeder ist mental anders drauf und geht mit seinem Schicksal anders um. Ich wünsche uns allen einen guten Verlauf und dass jeder mit seinem Päckchen umgehen kann … Alles Liebe für Dich,
      Deine Christine! 😊💕

      • Anna-Lena 9. Juni 2016 at 22:52 Reply

        Für dich auch und behalte deinen Humor 🙂 .
        Herzlichst,
        Anna-Lena

  • Katrin - musikhai 8. Juni 2016 at 21:57 Reply

    Ich stelle mir die Frage nicht. Das ist genau so eine hässliche Frage, wie: ‘Was habe ich falsch gemacht?’ Sie passt in unsere christliche Gesellschaft. Es wird immer nach der ‘Schuld’ gesucht.

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 22:15 Reply

      So kann man das allerdings auch sehen liebe Katrin. Ich denke wir sind auch schon zu lange mit dieser Materie vertraut … 😉

  • Ditschi 8. Juni 2016 at 19:46 Reply

    Das Gedicht gibt es schon einige Jahre,aber es berührt einen immer wieder…

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 19:48 Reply

      Liebe Ditschi,
      ich kannte es noch nicht und mir sind echt ein paar Tränen über das Gesicht geflossen… so traurig…

      • Ditschi 11. Juni 2016 at 17:23 Reply

        Ja,es ist wirklich traurig…

  • Plietsche Jung 8. Juni 2016 at 19:36 Reply

    Natürlich gibt es schlimmere Sachen. Aber es ist auch schlimm genug, so wie es ist.

    Die Ursachen wird man finden, es ist nur eine Frage der Zeit und des Geldes (siehe Ebola). Solange die Pharmaindustrie so nett verdient, gibt es keinen Grund, dies zu ändern.

  • minibares 8. Juni 2016 at 16:18 Reply

    Liebe Christine,
    auch ich frage nicht: warum ich!?
    Meine ALS macht so gut wie keine Pausen.
    Warst du schon in Senden?

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 16:55 Reply

      Liebe Bärbel!
      Ich glaube kurz nach der Diagnose grübelt man schon einmal und fragt sich vielleicht “warum ich”, aber irgendwann merkt man, so kommt man nicht weiter und diese Frage stellt man sich nicht mehr, denn man hat genug andere Fragen zu beantworten 😉 … – Nein, war ich immer noch nicht 😁
      LG an Dich 💕

  • roerainrunner 8. Juni 2016 at 15:45 Reply

    Die Frage “Warum ich?” impliziert für mich Vergangenes: “Warum hat es mich damals getroffen?” Für mich sind das die klassischen “Was wäre wenn”-Leute, die in der Gegenwart soviel über die Vergangenheit nachdenken, dass sie sich ihre Zukunft versauen.
    Besser ist doch, zu schauen, wo und wie man jetzt steht (oder sitzt) und dafür zu sorgen, das beste daraus zu machen 🙂

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 16:41 Reply

      So sehe ich das auch und mehr ist dem nicht zuzufügen. Vielen Dank! 👍😃

  • kinder unlimited 8. Juni 2016 at 15:26 Reply

    Warum ich, bringt einen auch nicht weiter, es ist eine Sackgasse!!! Du gehst produktiv mit dem “Problem” MS um, die einzig sinnvolle Form….LG Ann PS: Das Video war erschütternd!

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 16:39 Reply

      Liebe Ann, ja das fand ich auch sehr erschütternd, aber manchmal braucht man so Extreme, damit man sich selbst hinterfragt … LG an Dich 😘

  • kowkla123 8. Juni 2016 at 14:00 Reply

    LIebe Christine, alles Gute für dich

  • Heike 8. Juni 2016 at 13:07 Reply

    Krankheit ist nichts für Feiglinge!

    Egal mit welcher Erkrankung man lebt, mit einer positiven Einstellung geht es leichter und nicht umsonst sagt man Glaube kann Berge versetzen!
    Ich lebe mit MS und nicht die MS mit mir.
    Das Video hat mich sehr betroffen und traurig gemacht. Nicht vorzustellen, wenn es das eigene Kind trifft. Dennoch geschehen durch unachtsames und nachlässiges Verhalten so viele Dinge jeden Tag.
    Ich wünsche allen die Kraft, die Dinge so anzunehmen um weiterhin ein erfülltes Leben leben zu können.

    Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und weitermachen lautet die Devise.
    Dir gute Besserung und ein 😘,

    Deine Heike

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 13:21 Reply

      Danke liebe Heike!
      Mal wieder sehr schön auf den Punkt gebracht. Ja, das Video regt zum Nachdenken an. So war es auch gedacht. Mich persönich hat es auch sehr traurig gestimmt und die eigenen Wehwechen und Sorgen verschwinden sofort. –
      Übrigens, es war eine leichte Gehirnerschütterung…
      Liebe Grüße,
      Deine Christine!

  • frauenpowertrotzms 8. Juni 2016 at 12:09 Reply

    Ich kann nichts schreiben..Kloß im Hals, denke an meine Kinder <3

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 12:13 Reply

      Liebe Caro, so ging es mir auch beim ersten Mal schauen… Da sind unsere kleinen “warum ich ” Fragen auf einmal ganz klein…. LG 💕

  • sevendayslove 8. Juni 2016 at 11:33 Reply

    Liebe Christine, ganz toller Beitrag. Wir haben uns auch durch MS kennengelernt – bei mir ist die Diagnose bis heute zwar noch nicht ganz bestätigt aber seitdem kämpfe ich stetig gegen Entzündungswerte im Blut. Da stellt sich natürlich die Frage warum ich? Deshalb toller Beitrag & ich bin froh dich kennengelernt zu haben. Liebste Grüße deine Debora
    http://www.sevendayslove.com

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 11:43 Reply

      Liebe Debora 😃!
      Ja, jeder hat seine ganz eigenen “warum ich” Fragen… und das ist auch gut so, wobei ich häufig denke, es gibt noch viel schlimmere Dinge auf dieser Welt. Deshalb bin ich dankbar, dass mein Zustand noch so ist wie er ist und das ich durch meine MS, so viele fantastische Menschen kennenlernen durfte. Und ein ganz besonderer bist Du davon 💕❤️😘 Danke !
      LG Deine Christine!

  • 365tageimleben 8. Juni 2016 at 10:29 Reply

    Liebe Christine,

    dein Post hat mir berührt, weil ich genau weiß, was du meinst. Ich habe selbst als Jugendliche eine schwere Krankheit durchleben müssen, die mich nun seit 35 Jahren begleitet. Damals war ich manchmal sehr verzweifelt und habe mir oft die Frage gestellt: “Warum ausgerechnet ich?”, aber irgendwann habe ich kapiert, die richtige Frage lautet: “Warum denn NICHT ich?”. Mit ihr lebt es sich tatsächölich besser und man kann akzeptieren, dass man wohl nicht für den ganz leichten Weg geboren wurde.Trotzdem bin ich meistens guter Dinge, weil man mir mit 13 prophezeit hat, dass ich wohl keine 30 werden würde und mit 20 im Rollstuhl sitze. Nun habe ich mich selbst schon um 25 Jahre, ein Vierteljahrhundert, überlebt und auch den Rollstuhl konnte ich bisher vermeiden, das ist doch klasse, oder? Wer sagt denn, dass es immer leicht sein muss?

    Liebste Grüße
    Ela

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 10:44 Reply

      Liebe Ela! Das ist ja der Hammer!!!! Glückwunsch und das freut mich natürlich sehr für Dich 👍😃 und ja, man muss bzw. sollte es akzeptieren und das Beste draus machen.
      Liebe Grüße sendet, Deine Christine!

  • sweetkoffie 8. Juni 2016 at 10:25 Reply

    Die Frage stellt man sich doch automatisch, obwohl man weiß wie sinnlos sie ist. Geht mir gerade auch so in Bezug zu meiner Tochter.
    LG sk

    • Deine Christine! 8. Juni 2016 at 10:47 Reply

      Keine Ahnung ob sich jeder diese Frage automatisch stellt… Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute liebe sweetkoffie, Deine Christine!

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