Blasenstörungen bei MS: wenn die Blase streikt

Blasenstöungen bei MS: Wenn die Blase zum Endgegner wird

Blasenstörungen bei MS können den Alltag unglaublich belasten – auch wenn manche Blasenpanne im Nachhinein vielleicht lustig klingt.

Fischers Fritz, Teil II

Nachdem wir im ersten Teil gemeinsam über meine Blasenpannen lachen konnten, wird es nun etwas ernster.

Denn so lustig manche Geschichte im Nachhinein vielleicht klingt: Blasenprobleme können im Alltag unglaublich belastend sein.

Ständiger Harndrang, die Suche nach der nächsten Toilette oder die Sorge, nicht rechtzeitig anzukommen, bestimmen irgendwann viel zu viel unser Leben.

Die nächtlichen Wasserspiele nerven mich extrem – manchmal habe ich das Gefühl, meine Blase fährt nachts einfach ihr ganz eigenes Programm.

Mehrmals pro Nacht aufzubrechen, ist extrem anstrengend und raubt mir meine Kraft – Kraft, die mir am nächsten Tag oft fehlt.

Die Blase ist in der Tat mein Endgegner.

Deshalb heißt es jetzt: „Butter bei die Fische“.

Welche Blasenprobleme können bei Multipler Sklerose auftreten – und was kann helfen?


Warum kann die Blase bei MS Probleme machen?

Das Zusammenspiel zwischen Gehirn, Rückenmark, Blasenmuskel und Schließmuskel wird über die Nerven gesteuert.

Bei Multipler Sklerose kann diese Weiterleitung gestört sein. Die Blase erhält dann möglicherweise nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Signale.

Deshalb spricht man häufig von einer neurogenen Blasenfunktionsstörung.

Die Beschwerden können ganz unterschiedlich aussehen und sich im Laufe der Zeit auch verändern.


Häufige Beschwerden bei einer Blasenstörung

Mögliche Anzeichen sind zum Beispiel:

  • sehr häufiger Harndrang
  • plötzlich auftretender, kaum aufzuhaltender Harndrang
  • ungewollter Urinverlust
  • häufige Toilettengänge in der Nacht
  • Schwierigkeiten, mit dem Wasserlassen zu beginnen
  • ein schwacher oder unterbrochener Urinstrahl
  • das Gefühl, dass die Blase nicht vollständig leer wird
  • Nachtröpfeln
  • wiederkehrende Harnwegsinfekte, mit oder ohne Schmerzen

 

Manche Betroffene haben vor allem Probleme beim Speichern des Urins. Bei anderen entleert sich die Blase nicht richtig. Es kann auch eine Kombination aus beidem auftreten.

Von außen lässt sich daher nicht sicher erkennen, welche Art der Blasenstörung vorliegt.


Bitte nicht aus Scham zu lange warten

Viele versuchen zunächst, selbst irgendwie zurechtzukommen (Ich gebe zu, ich bin auch so eine Kandidatin).

Womit kann man sich erst einmal über Wasser halten?

Mit Slipeinlagen, größeren Einlagen (mini, medi, maxi), mit Pants, einer genauen Trink- und Toilettenplanung oder mit dem berühmten Euroschlüssel. Dem Schlüssel zum Glück.

Jeder entwickelt so seine eigenen Tricks, um nicht aufzufallen, damit kein Malheur passiert.

Solche Hilfen können den Alltag erleichtern. Sie ersetzen aber keine ärztliche Untersuchung.

Spätestens wenn die Beschwerden zunehmen, Urin ungewollt abgeht, die Blase sich nicht vollständig leert oder häufiger Infekte auftreten, sollte das Thema beim Hausarzt, Neurologen oder Urologen angesprochen werden.

Ich gebe zu: Auch ich schiebe Arztbesuche manchmal viel zu lange vor mir her. Erst wenn der Leidensdruck groß genug  ist, rolle ich los.

Blasenprobleme sind nichts, wofür wir uns schämen müssen.

Und wir Frauen dürfen natürlich ebenfalls zum Urologen gehen.


Das Miktionsprotokoll – ein sinnvoller erster Schritt

Zu Beginn wird häufig ein Miktionsprotokoll (Blasentagebuch) geführt.

Darin trägt man für einige Tage unter anderem ein:

  • wann und wie viel man trinkt
  • wann man zur Toilette geht
  • welche Urinmenge ausgeschieden wird
  • ob starker Harndrang aufgetreten ist
  • ob Urin ungewollt abgegangen ist
  • ob man nachts zur Toilette musste

 

Das hört sich zunächst etwas umständlich an. Die Aufzeichnungen können aber dabei helfen, die eigenen Beschwerden besser zu verstehen und das Gespräch in der Arztpraxis vorzubereiten.

Damit du deine Beschwerden übersichtlich dokumentieren kannst, habe ich ein eigenes 7-Tage-Miktionsprotokoll erstellt.

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Die Tagesübersicht ist für einen Tag gedacht und kann für jeden weiteren Protokolltag einfach erneut ausgedruckt werden.


Welche Untersuchungen können sinnvoll sein?

Welche Untersuchungen notwendig sind, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Möglich sind beispielsweise:

  • eine Urinuntersuchung
  • eine Ultraschalluntersuchung
  • die Messung des Restharns nach dem Toilettengang
  • eine Messung des Urinflusses
  • eine urodynamische Untersuchung der Blasenfunktion

 

Eine Blase, die sich nicht vollständig entleert, nicht richtig funktioniert und uns schlussendlich den letzten Nerv raubt, sollte erkannt und behandelt werden.


Wenn sich ein Harnwegsinfekt ankündigt

Leider habe ich auch immer wieder mit Harnwegsinfekten zu tun.

Inzwischen kenne ich dieses persönliche Warnsignal ziemlich gut und ahne oft schon:

Da ist wieder etwas im Anmarsch.

Den ersten Urin-Schnelltest –mit einem Combur-Teststreifen– führe ich direkt selbst zu Hause durch.

Anschließend vereinbare ich meistens einen Termin bei meiner Urologin, da das Ergebnis auffällig ist.

Brennen, häufiges Wasser lassen, ein komischer Geruch oder ein Selbsttest alleine beweisen allerdings noch keinen Harnwegsinfekt, deshalb lasse ich die Beschwerden ärztlich abklären.

Im Moment kann ich zum Glück sagen: toi, toi, toi – ich hatte schon längere Zeit keinen Infekt mehr.

Ich klopfe mal auf Holz und hoffe, dass das so bleibt. Persönlich habe ich den Eindruck, dass die StroVac-Impfung bei mir einen Unterschied ausgemacht hat.

Ob und für wen diese Impfung infrage kommt, sollte jedoch individuell mit der Urologin oder dem Urologen besprochen werden.


Was kann bei Blasenstörungen bei MS helfen?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und nach der Art der Beschwerden.

Nicht jede Maßnahme ist für jede Blasenstörung geeignet.

Beckenboden- und Blasentraining

Ein gezieltes Beckenbodentraining kann bei bestimmten Beschwerden sinnvoll sein.

Bei einer neurogenen Blasenstörung sollte jedoch vorher geklärt werden, ob sich die Blase ausreichend entleert.

Wichtig ist, dass die Übungen richtig ausgeführt und möglichst von einer Fachperson angeleitet werden.

Ich bin tatsächlich oft überfordert bei den Ansagen, was ich da machen soll.

Auch ein individuell abgestimmtes Blasentraining kann helfen. Es gibt zum Beispiel Vaginalkonen, oder ein Training, das über eine App gesteuert und der Erfolg sichtbar wird.

Medikamente

Je nach Form der Blasenstörung können Medikamente den überaktiven Blasenmuskel beruhigen oder andere Beschwerden lindern.

Welches Medikament infrage kommt, muss individuell entschieden werden. Dabei spielen auch mögliche Nebenwirkungen (trockener Mund, Schwäche in den Beinen) und andere Erkrankungen eine Rolle.

Intermittierender Selbstkatheterismus

Bleibt zu viel Urin in der Blase zurück, kann das regelmäßige Entleeren mit einem Einmalkatheter notwendig werden.

Das klingt zunächst beängstigend – und ich gebe zu: Begeisterung löst dieser Gedanke nicht wirklich aus.

Die Anwendung kann unter fachlicher Anleitung erlernt und an die persönlichen Möglichkeiten angepasst werden.

Auch bei körperlichen Einschränkungen lohnt es sich, nach geeigneten Kathetern, Hilfsmitteln und Unterstützungsmöglichkeiten zu fragen.

Reden hilft in diesem Fall.

Wie ich selbst das erste Mal mit dem Miktionsprotokoll und dem Thema Selbstkatheterisierung konfrontiert wurde, erzähle ich in einem separaten Beitrag.

Eins kann ich schon jetzt verraten: Diesen Tag werde ich nie vergessen.

Botulinumtoxin – besser bekannt als Botox

Bei einer überaktiven Blase kann unter bestimmten Voraussetzungen Botulinumtoxin in den Blasenmuskel gespritzt werden.

Dadurch kann sich der Muskel entspannen und der starke Harndrang kann abnehmen.

Während viele beim Wort Botox zuerst an Falten denken, wird es in der Urologie schon seit Jahren erfolgreich zur Behandlung einer überaktiven Blase eingesetzt.

Vor der Behandlung wird ausführlich besprochen, welche Vorteile und möglichen Nebenwirkungen bestehen.

Nach der Behandlung kann es notwendig werden, die Blase mit einem Katheter zu entleeren.

Ich kenne einige MS-Patienten, die schwören darauf und sagen, sie haben ein Stück Lebensqualität zurückbekommen.

Hasenfuß Christine hat bis jetzt immer dankend abgelehnt, macht sich im Moment aber wieder Gedanken um diese Möglichkeit.

Weitere Möglichkeiten bei Blasenstörungen bei MS

Je nach Ursache und Ausprägung kommen weitere Behandlungen oder Hilfsmittel infrage.

Dazu können beispielsweise spezielle Inkontinenzprodukte, Urinalkondome, Katheter-Lösungen oder in ausgewählten Fällen operative Verfahren gehören.

Eine gute Beratung ist deshalb wichtiger als irgendeine allgemeine Patentlösung. Am besten gehst du in eine Neurourologische Praxis.


Trinken – bitte nicht einfach stark reduzieren

Aus Angst vor der nächsten Toilettensuche trinken viele Menschen absichtlich weniger.

Das ist verständlich, aber nicht immer eine gute Lösung. Zu wenig Flüssigkeit kann den Urin stark konzentrieren und weitere Probleme begünstigen.

Natürlich kann es sinnvoll sein, die Trinkmenge über den Tag zu verteilen und nicht unmittelbar vor einer längeren Autofahrt oder direkt vor dem Schlafengehen große Mengen zu trinken.

Die tägliche Trinkmenge sollte aber nicht dauerhaft ohne ärztliche Rücksprache stark eingeschränkt werden.

Ein Miktionsprotokoll kann auch hier zeigen, wann und wie viel tatsächlich getrunken wird. Und ich gestehe, ich trinke meist auch zu wenig.

Wir müssen daher ein richtiges Trinkmanagement erarbeiten.


Wann sollte man schnell ärztliche Hilfe suchen?

Bitte lass Beschwerden zeitnah abklären, wenn:

  • du plötzlich gar keinen Urin mehr lassen kannst
  • Fieber, Schüttelfrost oder starke Schmerzen auftreten
  • Blut im Urin sichtbar ist
  • du Schmerzen im Bereich der Nieren oder des Rückens hast
  • sich deine Blasenbeschwerden plötzlich deutlich verschlechtern

 

Bei neu aufgetretenen Beschwerden sollte außerdem immer geprüft werden, ob beispielsweise ein Harnwegsinfekt dahintersteckt.


Mein persönliches Fazit

Blasenstörungen gehören nicht gerade zu den Themen, über die man beim Kaffeetrinken begeistert erzählt. Trotzdem sollten wir darüber sprechen.

Wir müssen nicht warten, bis sich das ganze Leben nur noch um Toiletten, Einlagen und mögliche Missgeschicke dreht.

Es gibt unterschiedliche Untersuchungen, Behandlungsmöglichkeiten und Hilfsmittel.

Vor allem aber muss man mit diesen Problemen nicht allein bleiben.

Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern oft der erste Schritt zu mehr Lebensqualität.

Genau darin liegt für mich echte Stärke.

Der erste Schritt kann ganz klein sein: ein paar Tage lang die Blase beobachten, ein Miktionsprotokoll führen und die Aufzeichnungen zum nächsten Arzttermin mitnehmen.

Und bis dahin gilt: Den Euroschlüssel einpacken, die nächste Toilette im Blick behalten und sich nicht dafür schämen, dass die Blase manchmal ihr ganz eigenes Programm fährt.

Wie ist es bei dir?

Hast du eine Lösung oder ein Hilfsmittel gefunden, das dir den Alltag erleichtert?

Herzliche Grüße,

Deine Christine!

❤️

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Hinweis:

Dieser Beitrag beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen und dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Untersuchung oder Behandlung.

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12 Comments

  • Katrin 14. August 2026 at 11:05 Reply

    Liebe Christine!
    Ich habe seit kurzem ein Blasenkatheter.
    Das entspannt mich ungemein.
    Vorbei die ewige Suche nach einem nächsten WC. Ich kann ganz gemütlich mit Freunden im Café sitzen ohne den ständigen Stress mit der WC SUCHE im Kopf.

    Ob ich mir noch einen SPDK legen lasse weiß ich noch nicht.
    Vielleicht kann mir ja hier jemand sagen was da der Vorteil ist?
    Danke im voraus!

    Hast du dir hierüber mal Gedanken gemacht?
    Mit welchem Ergebnis?

    Liebe Grüße
    Katrin

    • Christine 14. August 2026 at 12:00 Reply

      Liebe Katrin,

      in der Tat noch nicht. Ich denke im Moment eher an Botox…. aber das ist auch eine Idee.
      Liebe Grüße und Danke für deine Offenheit.
      Deine Christine

  • Heike 8. August 2026 at 12:03 Reply

    Hallo Christine,
    wie ich lese, war die StroVac-Impfung auch für dich erfolgreich! Ich bin vor meiner 4. Auffrischung, die ich einmal jährlich erfolgreich absolviere und habe seitdem 1-3 Blaseninfekte jährlich. Das ist für mich- im Vergleich zu früher – nicht erwähnenswert.
    Die Medi‘s, die die Blase beruhigen und entspannen tun ihre Arbeit so gut, dass meine Beine auch völlig entspannt sind. Das nimmt mir leider die Fähigkeit zu laufen und deshalb habe ich mich erstmal dagegen entschieden. Kurze Wege am Rollator sind mir da entschieden wichtiger.
    Als Frau in der Phase nach der Gebärfähigkeit kann ich nur darauf hinweisen, wie wichtig eine hormonelle Unterstützung mittels Zäpfchen ist. Ich habe diese früher immer abgelehnt, da ich keine Hormone nehmen wollte. Allerdings ist die Dosis sehr gering und seitdem ich 1x pro Woche unterstütze, sind die Infekte so viel weniger geworden. Jede/r Gyn berät dazu.
    Manchmal dauert es ein wenig, seinen persönlichen Weg mit diesem äußerst unangenehmem Symptom zu finden. Deshalb ist es umso wichtiger für die Betroffenen es offen anzusprechen. Auch ein Tensgerät, welches gezielt die tiefere Muskulatur anspricht, kann erfolgreich sein! Habe ich auch gerade erfolgreich hinter mich gebracht. Alles nur, damit das Leben etwas erträglicher wird. 🫶💧💦💧👍

    • Christine 8. August 2026 at 15:26 Reply

      Hallo Heike,
      ja, sie ist echt Gold wer. Bis jetzt… to, toi, toi. – Ich glaube, das Medikament, das du genommen hast, habe ich aus diesem Grund abgesetzt. Leider. Es war wirklich toll.
      Danke für den wertvollen Tipp. Du bist ja auch immer auf dem neusten Stand. Danke und liebe Grüße 💕

  • Peter Lehmann 7. August 2026 at 16:29 Reply

    Ich wollte ja noch ein paar Sätze nachreichen. Bei mir wurde vor ca. 20 Jahren eine neurogene Blasenentleerungsstörung diagnostiziert.

    Dem vorangegangen waren einige Jahre, in denen ich durchgehend und mehrmals am Tag starken Harndrang hatte und unmittelbar und sehr schnell eine Toilette finden musste.

    Habe lange versucht das Leben mit einem durchdachten “TRINK- u. PIPPI-Programm” kalkulierbar zu halten. Das ging dann im Büro und zu Hause recht gut, unterwegs war diese Strategie weniger erfolgreich.

    Ausschlaggebend für einen ausgiebigen Besuch beim Urologen war dann schließlich eine berufliche Auslandsreise in Nordafrika, bei der ich vor allem in sehr ländlichen und muslimisch geprägten Regionen unterwegs war. Wir waren in einer Gruppe von 4 Fahrzeugen unterwegs und meine Probleme zeigten sich von ihrer hässlichen Seite. Ich musste die Fahrzeugkolonne mehrmals anhalten lassen um mich im Freien zu erleichtern, was dort streng verboten war. Die gesamte Reise war dann nur noch belastend für mich und zurück zu Hause entschied ich mich den Dingen beim Urologen auf den Grund zu gehen.

    Nun ja, es folgten in den nächsten Jahren nahezu alle urologischen Stationen, Indikationen und Behandlungsversuche – Tabletten, Urinalkondome, Katheder (Christine hat wohl alles aufgezählt). Während all der Behandlungen erlitt ich mehrere zum Teil schwere Harnwegsinfektionen, die jedes Mal einen Krankenhausaufenthalt zur Folge hatten.

    Spätestens nach dem letzten Mal Klinik mit schweren Komplikationen (Zwerchfelllähmung durch hohes Fieber) entschied ich mich mit allen infektionsträchtigen Behandlungen aufzuhören, all die lästigen und demotivierenden Folgen meiner Blasenstörung zu akzeptieren und nur noch Medikamente zu nehmen, die die vorhandenen Beschwerden “eindämmen”.

    Und was soll ich sagen: Mir geht es seit dieser Entscheidung mental und körperlich besser und das bestärkte mich darin, dass jeder Alptraum erträglicher wird, wenn man seine Gegenspieler kennt.

    Heute bin ich Rentner mit ausgeprägten Blasenstörungen und kann damit einigermaßen gut leben. Habe das Reisen ad acta gelegt und bewege mich nur noch an Orten, an denen ich schnell finde was ich brauche und ein quartalsmäßiger Besuch beim Urologen sorgt für Sicherheit.

    Christine hat mit diesem wundervollen Beitrag uns allen ein Instrument an die Hand gegeben, das wir nutzen sollten um für uns und unsere individuellen Beschwerden den bestmöglichen Handlungsansatz zu finden. 

    • Christine 8. August 2026 at 15:32 Reply

      🙏 Danke, Danke 🙏 lieber Peter! Du kennst dich ebenfalls sehr gut aus, hast einige Stationen durchlebt und mitgemacht, immer mit dem Ziel, die aktuelle Lebenssituation zu verbessern.
      Das ist mühselig, anstrengend, nervig, aber es lohnt sich meistens. Schön, wenn du das hier so ausführlich beschreibst, damit die Leser dadurch einen Mehrwert bekommen.
      Auch Heike hat immer mega Ideen und kennt sich sehr gut aus. Ich bin froh, EUCH hier zu haben. Danke und ein schönes Wochenende gewünscht.

  • Domenica Rode 7. August 2026 at 13:10 Reply

    Liebe Christine,
    Toll, dass du das Tabuthema Blasenstörung hier offen ansprichst. Auch ich habe während meiner langjährigen “MS-Karriere” schon die verschiedensten Erfahrungen gemacht von Einlagen, die immer größer und teurer wurden, über Medikamente und Botox bis hin zur Operation. Nichts hat mir bislang wirklich geholfen.
    Als nächstes steht die Selbstkatheterisierung an. Davor habe ich Bedenken, denn ich habe starke Ataxien in der rechten Hand, was als Rechtshänderin ein besonderes Handicap ist. Außerdem spielt mir auch in dieser Hinsicht meine Blase einen Streich. Denn wenn es darauf ankommt und ich soll meine Blase entleeren, bevor der Restharn gemessen wird, kann ich dies nur unvollständig. Dagegen schaffe ich es zuhause kaum zur Toilette, wobei mir trotz Einlagen leider oft ein Missgeschick passiert. Vielleicht hilft dein Miktionsprotokoll vor meinem nächsten Besuch bei der Urologin.
    Liebe Grüße Domenica

    • Christine 7. August 2026 at 15:24 Reply

      Liebe Domenica,
      ja, ein wichtiges und ungeliebtes Thema… aber das müssen wir auch bereden. 😉
      Bis man die richtige Lösung gefunden hat, dauert es… Ich bin auch noch nicht wirklich happy.
      Ich wünsche viel Erfolg bei deinem nächsten Step. Liebe Grüße, Christine

  • Majakowskibine 7. August 2026 at 11:21 Reply

    Nur Ärger mit dieser unberechenbaren Krankheit !!!!! Das hat niemand verdient….

    • Christine 7. August 2026 at 15:20 Reply

      Tja, das ist unser Schicksal…

  • Peter Lehmann 7. August 2026 at 11:09 Reply

    Liebe Christine,
    wow, da ist wirklich alles dabei, wie ich mit Sicherheit sagen kann, nachdem meine Blase und Harnwege mit mir Jojo spielen seit über 20 Jahren. Eine tolle Hilfe von Dir, die jeder annehmen sollte, da das Thema auch richtig gefährlich werden kann, wie ich mehrmals erleben durfte. Ich schreib dazu später noch ein paar Sätze.

    • Christine 7. August 2026 at 15:21 Reply

      Danke lieber Peter! Der Beitrag ist ein wenig lang geworden…. da das Thema so umfangreich ist.
      Liebe Grüße Christine

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