Kognition und MS

Ein großes Wort und es steckt auch wirklich sehr viel dahinter:

Im übertragenen Sinne bedeutet Kognition:

lateinisch: cognoscere “erkennen”, “erfahren”, “kennenlernen”

Jeder hat im Laufe seiner MS Karriere, bewusst oder unbewusst, davon gehört.
Zu den kognitiven Fähigkeiten eines Menschen zählen u. a. die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, die Erinnerung, das Lernen, das Problemlösen, die Kreativität, das Planen, die Orientierung und einiges mehr.
Für uns MS Patienten bedeutet das häufig: ein unsichtares Symtom mehr, da die Aufmerksamkeit nachlässt, man vergesslich wird, die Merkfähigkeit schwindet, da die Gehirnfunktion abnimmt, eingeschränkt ist. 🙁
Warum ist die Kognition beeinträchtigt?
Bei dem Prozeß der Kognition kommunizieren/unterhalten sich viele Nervenzellen aus verschiedenen Gehirnbereichen miteinander/untereinander. Sie verarbeiten die Informationen, tauschen sich aus und setzen diese, wenn alles glatt läuft, in eine gerichtete Handlungsweise um.
Die Nervenbahnen sind hier Dreh- und Angelpunkt und sind hauptsächlich an diesem Informationsaustausch beteiligt.
Da bei uns MS Patienten einige Schutzhüllen der Nervenbahnen im wahrsten Sinne des Wortes angefressen, defekt sind, kommt es zu keiner gerichteten Informationsweiterleitung, sondern zu einer gestörten und somit zu einer fehlerhaften Kommunikation zwischen den Nervenzellen.
Es kommt zu einer Schädigung, die natürlich überall im Gehirn auftreten kann, entsprechen vielfältig können auch die möglichen kognitiven Einschränkungen sein ….
Für viele Gesunde sicherlich auch ein sehr spannendes Thema, da ja allgemein bekannt ist, dass mit zunehmendem Alter die Merkfähigkeit abnimmt.
Und was soll ich Euch sagen, MS bedingt oder altersbedingt…. ich muss mir auch Eselsbrücken bauen bzw. vieles aufschreiben, damit ich nichts vergesse.🙈
Und weil ich ja sehr gerne nach links und nach rechts schaue, damit wir selbst etwas tun können, um dem entgegenzuwirken, habe ich folgende spannende und sogar kostenlose App der DMSG / AMSEL gefunden:
Also mir machen die Übungen riesig Spaß und wenn ich irgendwo warte oder ein wenig Luft habe, dann befasse ich mich sehr gerne mit dieser App und versuche mich zu steigern.
Was zusätzlich Schwung in die grauen Gehirnzellen bringt:
Sudoku und Kreuzworträtsel lösen, eine anspruchsvolle Zeitung lesen, bei der man vom 100ste ins 1000ste kommt, Gehirnjogging betreiben und sich selbst kleine Aufgaben zur Merkfähigkeit stellen.
Ich wünsche Euch viel Spaß dabei und hoffe meine kleinen Anregungen treffen auf reges Interesse. Was macht Ihr ???
Liebe Grüße sendet,
Deine Christine!
❤️

 

5 Kommentare

  1. Das ist eins der Themen, die mich echt am meisten beschäftigen. Motorische Einschränkungen – damit kann ich leben. Aber wenn die Kognition nicht mehr mitspielt… das wäre ein anderes Thema. Aber da Sorgenmachen ohnehin nichts bringt, sondern vielmehr nur Stress produziert, bleibt mal wieder nur eins: alles auf sich zukommen lassen. Et kütt wie et kütt.
    Und nebenher spiele ich auf meiner Nintendo DS gelegentlich Dr.Kawashimas Gehirnjogging und versuche, meinen Geist durch Lesen, Schreiben und Bloggen fit zu halten 🙂

    1. Liebe Mia,
      ja, es kommt wie es kommt und wir können es nicht voraussehen. Kognition finde ich persönlich auch sehr sehr wichtig und das ist wirklich sehr dramatisch, wenn man dort aufgrund der MS nachlässt. Alles Gute für dich und jeder sucht sich seine Wege, um fit zu bleiben… sehr gut 😊
      LG Deine Christine

  2. Hallo Christine,,
    kognitive Prozesse und deren Einschränkungen sind nun mal von deren Gebrauch abhängig.
    Auch bei gesunden Menschen selektiert das Gehirn was nicht gebraucht wird nach ca. 30 Tagen aus. Aber auch motoriche Prozesse sind vom Gehirn gesteuert, also durch Gedächtnis und der gleichen Selektion unterworfen.
    Einschränkungen sind vielfältig. Bei MSistc das schleichend, bei einem Schlaganfall oder einem Hirntrauma ist es schlagartig. Doch der Eneffekt ist fast der gleiche.
    Es spielt auch noch die plastizität des Gehirns eine Rolle und und und..
    also ein sehr komplexes Thema.
    LG Margy

    1. Lieber Margy!
      Ja, da stimme ich dir voll und ganz zu. Es ist vielfältig und bei jedem wie immer… oft ganz anders. Das Gehirn ist ja auch sehr komplex und je nach dem wo die Einschläge sind, gibt es andere Ausfälle.
      Danke für deinen Kommentar, da habe ich mich sehr drüber gefreut.
      Alles Liebe für dich.
      Deine Christine!

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