Kognition und MS

Kognition und MS

Kognition ist ein riesiges Thema bei und mit MS.

Ein großes Wort und es steckt wirklich sehr viel dahinter.

Im übertragenen Sinne bedeutet Kognition:

lateinisch: cognoscere, erkennen, erfahren, kennenlernen

Jeder hat im Laufe seiner MS Karriere davon gehört.

Zu den kognitiven Fähigkeiten eines Menschen zählen:

Die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, die Erinnerung, das Lernen, Probleme zu lösen, die Kreativität, das Planen, die Orientierung und einiges mehr.

Für uns MS Patienten bedeutet das häufig ein unsichtares Symtom mehr. Die Aufmerksamkeit lässt nach, man wird  vergesslich. Die Merkfähigkeit schwindet. Die Gehirnfunktion nimmt ab und ist eingeschränkt.

Kognition und MS

Warum ist die Kognition beeinträchtigt?

Bei dem Prozeß der Kognition unterhalten sich viele Nervenzellen aus verschiedenen Gehirnbereichen miteinander.

Sie verarbeiten die Informationen und tauschen sich aus. Läuft alles glatt, setzen sie diese in eine gerichtete Handlungsweise um.

Die Nervenbahnen sind Dreh- und Angelpunkt. Sie sind hauptsächlich an diesem Informationsaustausch beteiligt.

Kognition und MS

Bei uns MS Patienten sind die Schutzhüllen der Nervenbahnen im wahrsten Sinne des Wortes angefressen. Sie sind defekt. Es kommt zu keiner gerichteten Informationsweiterleitung.

Es kommt zu einer gestörten und zu einer fehlerhaften Kommunikation zwischen den Nervenzellen.

Diese können natürlich überall im Gehirn auftreten und Schäden verursachen. Es kommt zu verschiedenen kognitiven Einschränkungen.

Für viele Gesunde ist dies sicherlich auch ein sehr spannendes Thema.  Mit zunehmendem Alter nimmt die Merkfähigkeit ab.

Was soll ich Euch sagen? MS oder altersbedingt? Ich muss mir auch Eselsbrücken bauen, vieles aufschreiben, damit ich nichts vergesse.

Da ich sehr gerne nach links und nach rechts schaue, habe ich folgende spannende und sogar kostenlose App für uns gefunden:

DMSG & AMSEL App

Mir machen die Übungen riesig Spaß. Warte ich irgendwo oder habe ich ein wenig Luft, befasse ich mich sehr gerne mit dieser App und versuche mich zu steigern.

Für den PC sind diese -> Übungen.

Was zusätzlich Schwung in die grauen Gehirnzellen bringt:

Kognition und Multiple Sklerose

Sudoku und Kreuzworträtsel lösen. Eine anspruchsvolle Zeitung lesen, bei der man vom 100ste ins 1000ste kommt. Jogging des Gehirns betreiben, sich selbst kleine Merkaufgaben stellen. Step by step immer weiter.

Ich wünsche Euch viel Spaß.  Hoffentlich treffen meine kleinen Anregungen auf reges Interesse.

Was macht Ihr?

Liebe Grüße sendet,

Deine Christine!

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Da geht noch was...! Immer weiter und wenn es geht nach VORNE! Information, Motivation und ein Menge Spaß.

7 Comments

  • Frank F. König (LimFoto) 28. August 2018 at 9:41 Reply

    Eine so wichtiger Beitrag bzw. dies Thema – unsichtbare Symptome bei MSlern.
    Selbst kenne ich dies auch sehr unterschiedlich von mir persönlich, Aufklärung in Form von solchen Blogpost ist “EXTREM” wichtig! Danke Christine

    • Christine 28. August 2018 at 16:15 Reply

      Danke Frank. Es ist einfach wichtig das anzusprechen, damit die Mitmenschen ein wenig besser die MS verstehen.
      LG Deine Christine

  • Steffen Margy MarquardtSteffen Marquardt 31. Juli 2017 at 12:02 Reply

    Hallo Christine,,
    kognitive Prozesse und deren Einschränkungen sind nun mal von deren Gebrauch abhängig.
    Auch bei gesunden Menschen selektiert das Gehirn was nicht gebraucht wird nach ca. 30 Tagen aus. Aber auch motoriche Prozesse sind vom Gehirn gesteuert, also durch Gedächtnis und der gleichen Selektion unterworfen.
    Einschränkungen sind vielfältig. Bei MSistc das schleichend, bei einem Schlaganfall oder einem Hirntrauma ist es schlagartig. Doch der Eneffekt ist fast der gleiche.
    Es spielt auch noch die plastizität des Gehirns eine Rolle und und und..
    also ein sehr komplexes Thema.
    LG Margy

    • Deine Christine! 31. Juli 2017 at 13:19 Reply

      Lieber Margy!
      Ja, da stimme ich dir voll und ganz zu. Es ist vielfältig und bei jedem wie immer… oft ganz anders. Das Gehirn ist ja auch sehr komplex und je nach dem wo die Einschläge sind, gibt es andere Ausfälle.
      Danke für deinen Kommentar, da habe ich mich sehr drüber gefreut.
      Alles Liebe für dich.
      Deine Christine!

  • das Gedächtnis und die Kognition | Notiz an mein Leben – der MS die Stirn bieten 17. Juli 2017 at 18:47 Reply

    […] denn jeh ploppt bei mir das Thema Kognition auf. Danke Christine, dass du mich mit deinem aktuellen Beitrag motivierst, jetzt endlich darüber zu […]

  • Mia 16. Juli 2017 at 16:11 Reply

    Das ist eins der Themen, die mich echt am meisten beschäftigen. Motorische Einschränkungen – damit kann ich leben. Aber wenn die Kognition nicht mehr mitspielt… das wäre ein anderes Thema. Aber da Sorgenmachen ohnehin nichts bringt, sondern vielmehr nur Stress produziert, bleibt mal wieder nur eins: alles auf sich zukommen lassen. Et kütt wie et kütt.
    Und nebenher spiele ich auf meiner Nintendo DS gelegentlich Dr.Kawashimas Gehirnjogging und versuche, meinen Geist durch Lesen, Schreiben und Bloggen fit zu halten 🙂

    • Deine Christine! 16. Juli 2017 at 18:21 Reply

      Liebe Mia,
      ja, es kommt wie es kommt und wir können es nicht voraussehen. Kognition finde ich persönlich auch sehr sehr wichtig und das ist wirklich sehr dramatisch, wenn man dort aufgrund der MS nachlässt. Alles Gute für dich und jeder sucht sich seine Wege, um fit zu bleiben… sehr gut 😊
      LG Deine Christine

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